Neue Medien

Person

Prof. Dr. Joachim Valentin, geb. 1965 in Hadamar bei Limburg,

Studium der Philosophie und Theologie, 1996 Promotion über den frz. Theoretiker und Adorno-Preisträger Jacques Derrida, 2004 Habilitation für die Fächer Fundamentaltheologie und Religionsgeschichte mit einer Arbeit über Apokalyptik in Endzeitkirchen und Spielfilm

Ausbildung zum Pastoralreferenten im Bistum Limburg 1996-98

apl. Professor der Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg i.Br. (2006-2009)

Seit 2009 apl. Professor für christliche Religions- und Kulturtheorie am Fachbereich katholische Theologie der Johann-Wolfgang-Goethe Universität, Frankfurt a.M.

Mitglied im hr-Rundfunkrat und Engagement in Erwachsenenbildung und Akademiearbeit im gesamten deutschsprachigen Raum

Publikationen zu den Themen Religion und Neue Medien, nachbiblisches Judentum, Interreligiöser Dialog, Theologie und zeitgenössische Philosophie

Referat

In den vergangenen Jahren haben sich Informationsweitergabe und Kommunikation für viele Menschen vor allem der jüngeren Jahrgänge revolutioniert. Das „Supermedium“ Internet wird zur Drehscheibe für alle anderen Medien ohne diese zu ersetzen. Diese Umstürze haben Konsequenzen für „religiöse Kommunikation“, die im Haus am Dom zum Thema werden sollen.

Schon seit mehr als hundert Jahren befindet sich das Medium Film unverändert in einem Allianz- und Konkurrenzverhältnis zu Religion und Kirche. Von manchen Religionsvertretern wegen der ähnlichen Vollzüge abgelehnt (weihevoll dunkler Raum, transzendentes Geschehen, Gruppenereignis am Wochenende), hat die katholische Kirche die Prägekraft des Filmes schon früh erkannt und genutzt. Heute ist der Spielfilm für viele ein wesentliches Instrument der Weltdeutung und Sinnstiftung. Im Haus am Dom soll in Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum gemäß der Halbjahresthemen regelmäßig ein ausgewähltes Spektrum an Filmen gezeigt und im Gespräch erschlossen werden. Darüber hinaus kommentieren Dokumentar-, Kurz- und Experimentalfilme verschiedene Veranstaltungen im Haus und erschließen ihre multimediale Dimension.

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