Was heißt es, in einer muslimischen und in einer westlich geprägten Kultur zu leben? Welche Kulturen des Essens, der Kleidung, der Musik, des Bauens, des Tagesablaufs gelten hier unausgesprochen? Wie verbinden sie unbewusst verschiedene Religionen und Nationen unter dem Dach einer gemeinsamen Kultur? Was heißt es, durch Migration diese schützende Haut hinter sich zu lassen und unter völlig neuen Umständen zu leben? Wir laden Sie herzlich ein, ausgehend von zeitgenössischen Filmen, die "Kultur" in diesem umfassenden Sinne vermitteln, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Reihe "Kulturbrücke Kino" wendet sich ausdrücklich an Menschen muslimischen und christlichen Glaubens, die sich bewusst mit ihrer Kultur auseinandersetzen oder etwas von anderen Kulturen erfahren möchten.
Kulturbrücke Kino
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| Ort: |
Haus am Dom
Domplatz 3 60311 Frankfurt |
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| Veranstalter: | |
| Kosten: | 4 € / ermäßigt 3 € |
| Anmeldung: | Flyer "Kulturbrücke Kino" liegen im Haus am Dom aus oder können auch angefordert werden unter der Tel. 069/8008718-401, E-Mail: hausamdom@bistum-limburg.de |
02.02.2010: Caramel
Frankreich/Libanon 2007.
Fünf libanesische Frauen unterschiedlichen Alters arbeiten und
treffen sich in einem Friseur- und Schönheitssalon in Beirut. Sie sprechen über ihre Probleme mit Liebe, Sex und der Diskrepanz zwischen dem angeblich so freien Leben im modernen Libanon und den immer noch bestehenden emotionalen Fesseln aus Religion und überkommenem Rollenverständnis, das zu Vorwürfen und Schuldgefühlen führt. Eine sinnlich-verspielte, farben-frohe Komödie, die reizvolle Einblicke in eine fremde Kultur vermittelt. Regie: Nadine Labaki, 95 min.
| Zeit: | 02.02.2010, 18:30 Uhr |
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27.04.2010: Couscous mit Fisch
Frankreich 2007
Sinnlicher Einblick in das Leben einer entzweiten franko-arabischen Familie, die in der dritten Generation in Südfrankreich
lebt, wobei sowohl Vorurteile gegen die so genannten "beurs"
als auch die Mythen der Emigranten unterlaufen werden.
Im Mittelpunkt steht das 60-jährige ehemalige Oberhaupt, das
nun mit einer anderen Frau und deren Tochter zusammenlebt. Als er entlassen wird, ermutigt diese ihn, ein Restaurant zu eröffnen. Ein ebenso unterhaltsamer wie intellektueller Film, der sein Thema realistisch, aber mit spürbarer Zuneigung angeht.
Regie: Abdellatif Kechiche, 151 min.
| Zeit: | 27.04.2010, 18:30 Uhr |
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15.06.2010: Yasmin
Großbritannien/Deutschland 2004
Eine junge Pakistani der zweiten Generation hat sich in Nord -
england zwischen den Kulturen eingerichtet und ihren eigenen
Weg gefunden. Ihre Situation ändert sich schlagartig nach den
Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York am
11.9.2001. Der lehrstückartig entwickelte Film führt eindringlich
vor Augen, wie rasch die interkulturellen Annäherungen der
letzten Jahrzehnte hinweggefegt werden können. Dass vor allem
die Alten und Frauen unter dieser Entwicklung leiden, wird
ebenso scharfsinnig wie zornig registriert, wobei der Film in der
bitteren Erkenntnis gipfelt, dass es ein Weiterleben wie zuvor nicht geben wird. Regie: Kenneth Glenaan, 84 min.
| Zeit: | 15.06.2010, 18:30 Uhr |
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31.08.2010: Drachenläufer
Ein in Kalifornien lebender Schriftsteller afghanischer Abstammung erinnert sich an seine Kindheit in Kabul, an einen Freund aus Kindertagen sowie an eine Schuld, die es zu tilgen gilt. Er macht sich auf den Weg in die von den Taliban beherrschte Heimat, die nur auf Umwegen zu erreichen
ist. Die Verfilmung eines autobiografisch gefärbten Romans will
sich der literarischen Struktur anpassen, kann aber nicht alle
Verflechtungen der Vorlage bündeln. Dennoch ein beeindruckender Film, der in satten Farben von einer glücklichen Kindheit erzählt, bevor er in spannende Action umschlägt. Regie: Marc Forster, 122 min.
| Zeit: | 31.08.2010, 18:30 Uhr |
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05.10.2010: London River
Ein in Frankreich lebender schwarz afrikanischer Gastarbeiter und eine britische Witwe von der Kanalinsel Guernsey lernen
sich in den Tagen nach den Londoner Terroranschlägen vom
7. Juli 2005 kennen, als sie nach ihren Kindern suchen. Dabei
begegnen sich muslimisch/afrikanische und christlich/europäische Kultur in vielfacher Hinsicht.
Der Film ist von überzeugenden Hauptdarstellern getragen.
Er will Ressentiments abbauen, plädiert für Gedanken- und Religionsfreiheit und macht sich auch für Toleranz stark.
Ein wichtiger Beitrag in Sachen Völkerverständigung und kultureller Annäherung. Frankr./Algerien/Großbrit. 2009, Regie: Rachid Bouchareb, 83 min.
| Zeit: | 05.10.2010, 18:30 Uhr |
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16.11.2010: Terror und Kebab
Als ein Vater sein Kind auf einer anderen Schule als bisher anmelden möchte, findet er bei den Behörden niemanden, der sich für zuständig hält. Auf dem Weg durch das Labyrinth der
Bürokratie trifft der Mann zahlreiche Leidensgenossen und entwikkelt sich zum Anführer einer terroristischen
Vereinigung, die schließlich die zuständige Verwaltungszentrale besetzt und den Staat der Lächerlichkeit preisgibt.
Eine bissige, im Kino Ägyptens sehr erfolgreiche Satire auf die Bürokratie. Ägypten 1992, Regie: Sherif Arafa, 115 min.
| Zeit: | 16.11.2010, 18:30 Uhr |
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21.02.2011: Ali Zaoua
Ein zehnjähriger Junge und seine drei Freunde sind Straßenkinder
in den Slums von Casablanca. Sie schlagen sich gerade so
durch, verlieren aber nicht die Hoffnung auf ein besseres Leben.
Als der Junge bei einem Kampf mit einer Kinderbande getötet
wird, unternehmen seine Freunde alles, um ihm wenigstens ein
würdiges Begräbnis zu finanzieren. Ein mit Laiendarstellern mitreißend inszeniertes, trotz realistischer Tragik und Sozialkritik sehr poetisches und universelles Plädoyer für Menschlichkeit, Freundschaft und Hilfsbereitschaft, das zutiefst
berührt. Frankr./Marokko/Belgien 2000, Regie: Nabil Ayouch, 100 min.
| Zeit: | 21.02.2011, 18:30 Uhr |
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03.05.2011: Die Fremde
Drama um einen geplanten
Ehrenmord an einer kurdischstämmigen Deutschen. Diese
lässt ihre Ehe in der Türkei hinter sich, um mit ihrem kleinen Sohn in Deutschland ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Dort sucht sie den Kontakt zu Eltern und Geschwistern und versucht sich ein normales Leben als alleinerziehende
Mutter aufzubauen mit fatalen Folgen. Dank prägnanter Figurenzeichnungen, die nicht nur die zwiespältigen
Motivationen der furios gespielten Hauptfigur, sondern
auch der Täter differenziert durchleuchten, ein überzeugender,
spannungsvoller Blick auf ein Reizthema in Sachen Integration.
Deutschland 2009, Regie: Feo Aladag, 123 min.
| Zeit: | 03.05.2011, 18:30 Uhr |
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21.06.2011: Ajami
In einem gemischtrassigen, multireligiösen Stadtteil von Jaffa
kreuzen sich die Lebenswege einiger Menschen, wobei ein
junger Mann und sein Freund, die sich als Gelegenheitsdrogen-
dealer betätigen, eine Entwicklung in Gang setzen, die für alle
Beteiligten unkontrollierbar wird. Der in fünf Kapitel eingeteilte,
multiperspektivisch und auf unterschiedlichen Zeitebenen erzählte Film eines israelischen sowie eines arabischen Regisseurs funktioniert an der Handlungsoberfläche als perfekter Thriller, beschreibt darüber hinaus aber intensiv die politische Situation im Nahen Osten. Israel/Deutschland 2009, Regie: Scandar Copti, Yaron Shani, 124 min.
| Zeit: | 21.06.2011, 18:30 Uhr |
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23.08.2011: Shahada
Episodenfilm um junge Muslime in Berlin, die zwischen dem Lebensstil einer säkularisierten deutschen Gesellschaft und traditionellen islamischen Glaubensvorstellungen ihren eigenen Weg suchen. Die Protagonisten wirken vereinzelt wie repräsentative Problemfälle. Trotzdem wird das Drama nicht psychologisch unglaubwürdig oder übersteigert. Vielmehr spürt man immer wieder den filmsprachlichen wie inhaltlichen Ehrgeiz, mit dem das Debüt ein Stück deutscher Wirklichkeit spannend verhandelt. 88 Min., Regie: Burhan Qurbani.
| Zeit: | 23.08.2011, 18:30 Uhr |
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04.10.2011: Von Menschen und Göttern
Im Jahr 1996 wurden im Atlasgebirge in Algerien sieben Trappistenmönche ermordet, was den Islamisten zugeschrieben wurde, die das Land in den 1990er-Jahren mit fundamentalistischem Terror überzogen. Das spirituelle Drama zeichnet das Leben der Mönche und ihr intensives Ringen darum nach, ob sie ihr Kloster aufgeben und fliehen oder aus Solidarität mit den Menschen bleiben und damit ihren Tod riskieren sollen. Mit großem ästhetischem Gespür gedreht, ordnet sich die Filmsprache stets dem Rhythmus des klösterlichen Lebens unter und gewinnt dadurch den Raum, sich auf die christlich-theologischen Dimensionen der Entscheidungsfindung einzulassen. (Teils O.m.d.U.; Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 14. 123 Min., Regie: Xavier Beauvois, Frankreich 2010.
| Zeit: | 04.10.2011, 18:30 Uhr |
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08.11.2011: Almanya. Willkommen in Deutschland
Als der kleine Enkel türkischer Einwanderer nachfragt, ob er und seine in Deutschland lebende Familie nun türkisch oder deutsch seien, wird das für den vielköpfigen Clan zum Anlass, die Familiengeschichte aufleben zu lassen. Zugleich soll eine Reise in die einstige anatolische Heimat der Großeltern alte Bande stärken. Einfallsreiche, mit vielen Rückblenden und surrealen Exkursen jonglierende Familienkomödie, die satirisch und mit liebevollem Augenzwinkern deutsch-türkische bzw. türkisch-deutsche Vorurteile und Klischees aufs Korn nimmt, um die alltagstaugliche Lebbarkeit einer multikulturellen Identität zu feiern. - Sehenswert ab 12. 101 Min., Regie: Yasemin Samdereli.
| Zeit: | 08.11.2011, 18:30 Uhr |
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14.02.2012: Zwischen uns das Paradies
Ein junges Paar in Sarajevo droht sich voneinander zu entfremden, als sich der Mann einer wahabitischen Gemeinde anschließt, deren radikalislamische Lebens- und Glaubenspraxis die Frau abstößt. Zwar ist die männliche Hauptfigur etwas einseitig gezeichnet, die Hauptdarstellerin gleicht dies aber durch ihr eindringliches Spiel aus. Beeindruckend ist die differenzierte Darstellung der Wahabiten-Bewegung, die auf schlichte Schwarz-Weiß-Zeichnungen verzichtet und die menschlichen Impulse hinter den religiösen Bewegungen aufspürt. Bosnien 2010, Regie: Jasmila Zbanic, 100 min.
| Zeit: | 14.02.2012, 18:30 Uhr |
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08.05.2012: Tangerine
Ein deutsches Paar lernt in Tanger eine junge Marokkanerin kennen, die von zu Hause geflohen ist, um einer Verheiratung zu entgehen und Tänzerin zu werden. Die Berlinerin lässt es geschehen, dass die Fremde eine Affäre mit ihrem Partner beginnt, um dessen Loyalität auf die Probe zu stellen; diese wiederum hofft, mit Hilfe der Deutschen ihrem frauenfeindlichen Umfeld entkommen zu können. Ein ebenso sinnlich wie hintersinnig entwickelter Film über deutsche Orient-Bilder und den Zusammenprall zweier Lebenswelten mit unterschiedlichen Mentalitäten und Erwartungen. Dabei werden beide Seiten differenziert ausgeleuchtet, nicht zuletzt auch dank starker Darsteller. (Teils O.m.d.U.) Deutschland/Marokko 2009, Regie: Irene von Alberti, 100 min.
| Zeit: | 08.05.2012, 18:30 Uhr |
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19.06.2012: The Green Wave
Dokumentarfilm über die iranische Protestbewegung gegen die Wahlmanipulation der Regierung Ahmadinedschad. Mit Hilfe von Archivmaterial, Interviews mit Zeitzeugen und Texten aus Blogs nähert sich der Film ästhetisch wie politisch ambitioniert und klar für die Protestierenden Partei ergreifend der brutal niedergeschlagenen Revolte an. Zudem gleichen klug eingesetzte Animationspassagen den vom Regime erzwungenen Mangel an Bilddokumenten aus und verdichten eindrucksvoll die Erfahrungen der von staatlicher Gewalt Betroffenen. Der Film spricht auch die Verantwortung westlicher Staaten, insbesondere Deutschlands, an. Deutschland 2010, Regie: Ali Samadi Ahadi, 82 min.
| Zeit: | 19.06.2012, 18:30 Uhr |
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21.08.2012: Dreiviertelmond
Zunächst notgedrungen nimmt sich ein grantiger fränkischer
Taxifahrer eines kleinen türkischen Mädchens an, dessen
Mutter auf einem Kreuzfahrtschiff arbeitet. Eine anrührende Geschichte über die Annäherung zweier Menschen, die auch ohne gemeinsame Sprache Verständnis füreinander entwickeln. Der visuell eher dem Fernsehen verpflichtete Film wird von der Sympathie für seine Darsteller getragen. Sehenswert ab 12.
Regie: Chirstian Zübert, 94 min.
| Zeit: | 21.08.2012, 18:30 Uhr |
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02.10.2012: Die große Reise
Ein 19-jähriger Franzose arabischer Abstammung muss seinen
Vater, der seine Pilgerreise antreten will, mit dem Auto
nach Mekka fahren. Da der junge Mann mit Religion und
Traditionen wenig im Sinn hat, ist der Ärger für die lange Reise
vorprogrammiert. Ein bewegendes Road Movie, an dessen Ende eine teilweise Annäherung, Versöhnung und Verstehen zwischen den Generationen stattgefunden haben. Formal überzeugt der Film
durch brillante Darsteller und eine faszinierende Musik, die
als mystischer Kontra punkt gesetzt ist. Sehenswert ab 14.
Regie: Ismael Ferroukhi, 102 min.
| Zeit: | 02.10.2012, 18:30 Uhr |
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20.11.2012: Fasten auf Italienisch
Ein junger Franzose algerischer Herkunft in Nizza gibt sich
gegenüber seinem Arbeitgeber sowie seiner Geliebten als
gebürtiger Italiener aus, um seine maghrebinischen Wurzeln
zu verheimlichen. Den Eltern gegenüber verheimlicht er wiederum
sein Leben in Nizza und behauptet, in Rom Karriere zu machen.
Launige Hochstapler-Komödie mit einem bewährten Hauptdarsteller um die Notwendigkeit, zu den eigenen kulturellen Wurzeln zu stehen.
Sehenswert ab 14.
Regie: Olivier Baroux, Frankreich 2010, 102 min.
| Zeit: | 20.11.2012, 18:30 Uhr |
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12.02.2013: My Name is Khan
Ein an einer autistischen Störung leidender indischer Muslim wagt
in den USA einen Neuanfang und heiratet die Liebe seines Lebens. Im Zuge der Anschläge vom 11.09.2001 zerbricht das Familienglück an dem Hass, der nun Muslimen entgegenschlägt, was den Helden zu einer verrückten wie mutigen Mission quer durch die USA treibt.
Das Bollywood-Epos beeindruckt durch die Eindringlichkeit, mit
der es seine Toleranz-Botschaft vertritt und durch die Augen des
autistischen Helden die Verstörung angesichts von Hass und Intoleranz in Bilder fasst. Sehenswert ab 12.
Regie: Karan Johar, Indien 2010, 128 min.
| Zeit: | 12.02.2013, 18:30 Uhr |
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07.05.2013: Salami Aleikum
Ein schüchterner und lebensängstlicher junger Iraner, Sohn eines Metzgers in Köln, strandet in der ostdeutschen Provinz, wo ihn die verbitterten Bewohner eines Dorfs für einen Fabrikantensohn halten, der in die brach liegende Region investieren will. Turbulentvergnügliche Verwechslungskomödie, die unbekümmert
zwischen Märchen und Klamotte changiert, sich dabei durch ein
genaues Gespür für Herkunft, Kultur und Identität auszeichnet
und spielerisch das Recht auf Bewahrung kultureller Identitäten
verdeutlicht. Sehenswert ab 12.
Regie: Ali Samadi Ahadi, Deutschland 2008, 102 min.
| Zeit: | 07.05.2013, 18:30 Uhr |
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18.06.2013: Nader und Simin. Eine Trennung
Während seine Ehefrau den Iran verlassen möchte, entscheidet
sich ein Mann aus der Mittelschicht fürs Bleiben, um seinen
alten Vater nicht im Stich zu lassen. Für die Betreuung des alten Mannes wird eine Frau aus armen, religiös orthodoxen Verhältnissen angestellt. Eine Reihe unglücklicher Vorfälle führt dazu, dass sich die Pflegekraft und der Mann bald vor Gericht gegenüberstehen. Eine genau beobachtende Studie alltäglicher Lebens umstände, die eine verunsicherte, von der Spannung zwischen Religion und Moderne gezeichnete Gesellschaft beschreibt. Sehenswert ab 14.
Regie: Asghar Farhadi, Iran 2011, 123 min.
| Zeit: | 18.06.2013, 18:30 Uhr |
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