Veranstaltungskalender

  •   Ausstellung "Im Farbraum Gottes" — Eberhard Münch Frankfurt

    Frankfurt.- Bereits seit Mitte der neunziger Jahre hat sich der Mainzer Künstler Eberhard Münch einen Namen als Gestalter sakraler Großräume und in der Neuinterpretation historischer Wandmalereien gemacht. Die meisten kennen ihn jedoch aufgrund seiner expressiven Aquarelle und Ölgemälde zu religiösen Themen. Eberhard Münch antwortet mit seiner Kunst auf das drängende Bedürfnis der Menschen nach Schönheit, aus seiner Sicht ein Zeichen der Zeit, mit dem taktvollen Spiel expressiver Farben und den vielfältigsten Materialien, seien es Glas, Holz, Metall, Licht oder Farbe. Er versteht sich nicht als „Provokateur“. Seine Provokation ist die Provokation des Schönen in Kontrast zu einem Alltag, der oft der Farbigkeit entbehrt. Eberhard Münch ist der Überzeugung, dass Kirche zuerst Communio sein soll im Geiste jenes Gottes, der das vollendete Schöne ist. Seine Kunst will zur Meditation der christlichen Botschaft führen, vom äußeren zum inneren Auge. Münch’s Schaffen zeichnet eine wohltuende Offenheit aus, die nicht vereinnahmt: Wer eines seiner Werke kennt, darf sich von den anderen überraschen lassen. Ein wenig erinnern seine Arbeiten an Augustinus’Wort: „Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in Dir.“ Freuen Sie sich auf das Werk eines künstlerischen Grenzgängers, der mit seiner Kunst die religiösen Bezüge, die Spiritualität des modernen Menschen sichtbar werden lässt, der ein Stück religiöser Heimat verloren hat.

  •   Ausstellung Projekt Levitikus — Hermann Nitsch Frankfurt

    Frankfurt.- Blut gilt seit alters als Sitz des Lebens. Im Blut des Opfertieres gibt der Beter stellvertretend der Gottheit sein Leben als Dank für gewährte Gunst, als Bitte um Beistand, als Entsühnung von Schuld. Hermann Nitsch zelebriert in seiner Kunst das Leben in archaischen Symbolen wie das des Blutes, um das Leben selbst zu feiern und die Symbole der Religionen in etwas Uranfängliches zu transformieren, so dass Religion, Kunst und Leben zu ihrer ursprünglichen Einheit zurückfinden. Die Theologie des Kreuzesopfers Jesu zur Versöhnung aller Menschen mit Gott ist Christen selbst fremd geworden. Die Ausstellung mit Werken von Hermann Nitsch aus dem Zyklus Levitikus stellt sie erneut zur Diskussion.

  •  18:30 Uhr Bibelkurs im Haus am Dom 2012 — Mit Gott auf dem Weg. Erzmütter und Erzväter in der Genesis Frankfurt

    Die Geschichten der Erzmütter und Erzväter erhalten die theologisch geformte und gedeutete Erinnerung Israels an seine vorstaatliche Zeit. In eindringlichen Bildern werden Familiengeschichten von bleibender Aktualität erzählt. Immer neu lernen die zentralen Gestalten in der Nachfolge von Abraham und Sara Gott als ihren verlässlichen Wegbegleiter kennen. Das Buch Genesis schließt mit der wort- und bildgewaltigen Josefs-"Novelle", die das Gelenk zwischen den Erzählungen von den Erzeltern und dem Exodus-Geschehen bildet.

  •  18:30 Uhr Mit wenig besser leben — Heilfastenwoche in der Fastenzeit mit täglichen Treffen in der Gruppe Frankfurt

    Fasten ist mehr als nichts oder weniger essen, es geht auch um einen inneren Prozess des "Ausrümpelns", des Ausrichtens, des Neu-Gewichtens, was im eigenen Leben wichtig ist. Dabei helfen biblische Texte, Lieder, Körperübungen, verschiedene kreative Elemente. Die Termine gehören alle zusammen. Start am 01.03.2012. Anmeldung unbedingt erforderlich!

  •  19:30 Uhr Wort-Musik-Stille — Große Gestalten christlicher Spiritualität

    Veranstaltungen mit Vorträgen, Nachtgebeten, Thementagen und Geistlichen Übungstagen. In Zusammenarbeit mit dem Haus am Dom und der Liebfrauenkirche. Nähere Informationen Anfang 2012 mit eigenem Folder.

  •  19:30 Uhr Ökumenische Veranstaltungsreihe 2012 "Wer anderen eine Grube gräbt..." — Die Weisheitsliteratur in der Bibel und das Problem der Gerechtigkeit

    Zur weisheitlichen Literatur in der Bibel zählen so unterschiedliche Bücher wie die Psalmen, das Buch der Sprichwörter, Hiob oder Kohelet. Diese Texte sind kein israelitisches Phänomen, sondern im ganzen Alten Orient verbreitet. Im Buch der Sprichwörter z.B. finden sich Teile, die Passagen aus der Lehre des ägyptischen Weisen Amenemope zum Teil wörtlich gleichen. Die klassische Weisheit geht von einem geordneten Kosmos aus; Aufgabe des Menschen ist es, darin seinen angemessenen Platz zu finden und entsprechend der vorgegebenen Ordnung zu handeln und zu leben. Wer sich an der Weisheit ausrichtet, deren oder dessen Leben wird glücken; wer Gutes tut, der oder dem widerfährt Gutes. Das Buch Hiob kann als Zeugnis für die "Krise" der Weisheit gelesen werden. Es schildert das Schicksal eines leidenden Gerechten. Was ist dran an der Aussage "Wer (anderen) eine Grube gräbt, fällt selbst hinein," (Spr 26, 27a)? Halten wir es vielleicht eher mit der Lebensmaxime des frechen Kater Garfield: Wer andre in die Grube schubst, fällt selbst nicht rein! Hat uns die klassische Weisheitslehre heute noch etwas zu sagen und taugt sie zu einer Formulierung ethischer Grundsätze? Was hat das alles mit Gott zu tun?

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