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Miteinander und Füreinander - 3. Preis geht nach Frankfurt 22.04.2012

Bischof eröffnet Woche für das Leben im Bistum

Cafégäste in GoldsteinFRANKFURT/LIMBURG. Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst hat am Samstag, 21. April, in Frankfurt die "Woche für das Leben" im Bistum Limburg eröffnet. Unter dem Leitwort "Engagiert für das Leben: mit allen Generationen", nimmt die ökumenische Aktionswoche bis zum 28. April das Miteinander der Generationen in Kirche und Gesellschaft in den Blick.

Erstmals verlieh der Bischof in diesem Jahr den Generationen-Preis der Diözese, den das Referat 3./4. Lebensalter ausgelobt hatte: Zwölf Projekte aus Frankfurt, Dillenburg, Wetzlar, Limburg und dem Westerwald hatten sich beworben. Der dritte Platz und 500 Euro gingen nach Frankfurt.

Das Team des Cafés mobile im Pastoralen Raum Frankfurt-Südwest öffnet immer mittwochs nach der Heiligen Messe im Gemeindezentrum von Goldstein die Türen und lädt zum gemütlichen Austausch bei einem kostengünstigen Frühstück ein. Weil man bei einer Tasse Kaffee oder Tee leichter ins Gespräch kommt, wird es bald ein motorisiertes Dreirad geben, das verschiedene Orte und Plätze im Pastoralen Raum anfahren soll.

"Auf ganz unterschiedliche Weise wird in den Projekten versucht, Generationen miteinander zu verbinden und einen lebhaften Austausch zwischen Alt und Jung zu fördern", betont Anneliese Wohn vom Referat 3./4. Lebensalter im Bischöflichen Ordinariat. Sie hat den Generationen-Preis initiiert und freut sich, dass es in den Pastoralen Räumen und Verbänden der Diözese so viele kreative generationenverbindende Projekte gibt.

In einer Feierstunde am Samstagnachmittag im Haus am Dom wurden alle zwölf Initiativen vorgestellt und vom Bischof ausgezeichnet. Den mit 1.000 Euro dotierten ersten Preis errang die Initiative "Enkel-Zeit-Großeltern" aus Höhr-Grenzhausen im Westerwald. Da Großeltern oft weit entfernt von ihren Familien leben, versucht das Projekt Patenschaften zwischen älteren Frauen und Männern und jungen Familien zu knüpfen. Den zweiten Preis und 700 Euro Preisgeld sicherte sich das Projekt "Dienstags geht's ins Altenheim" aus Horbach. Seit mehr als acht Jahren besuchen Kinder aus der Kindertagesstätte des kleinen Westerwalddorfes einmal im Monat das Ignatius-Lötschert-Seniorenheim und verbringen eine Gruppenstunde mit den Bewohnern.

Einen Anerkennungspreis gewannen die "Preungesheimer Ameisen" und das neue "Lebenshaus St. Leonhard" in der Frankfurter Altstadt. Ebenso ausgezeichnet wurde der "Generationen-Spielplatz" auf dem Gelände der Pfarrei St. Mauritius in Frankfurt-Schwanheim, die "Großeltern-Enkel-Wochenenden" der Pfarrei Mutter vom Guten Rat im Pastoralen Raum Frankfurt-Südwest und die Band "geistreich" aus Frankfurt-Nied.

In der "Woche für das Leben" wird es zudem den Fachtag "Pflege und Gerechtigkeit" am Dienstag, 24. April, 9 bis 15.30 Uhr im Haus am Dom geben. Renommierte Fachleute beleuchten dabei den Wandel im Generationenverhältnis, fragen nach der Ungerechtigkeit in der Verteilung von Sorgetätigkeiten und suchen nach Wegen und Lösungen aus dem Dilemmata von Altern und Armut weltweit. Am Donnerstag, 26. April, 19.30 bis 21.30 Uhr wird im Haus am Dom der Film "Vier Minuten" gezeigt. Darin wird die Geschichte einer 80-jährigen Pianistin erzählt, die Klavierunterricht in einem Frauengefängnis gibt. Zu einer Schülerin, einer aggressiven, aber musikalisch hochbegabten jungen Mörderin, entwickelt sie eine fragile Freundschaft. Bis zum 16. Mai zu sehen ist die Wanderausstellung "Neue Bilder vom Alter(n)" im Haus am Dom. 80 Fotografien aus einem Wettbewerb für Profi- und Amateurfotografen zeigen den Wandel der Altersbilder und der Lebensformen des Alters in der Gesellschaft auf.